Die elektronische Rechnungsstellung wird auch aus ökologischer Sicht immer wichtiger. Der Verzicht auf Papier in der Rechnungserstellung kann die CO2-Belastung deutlich senken. Jede einzelne Rechnung zieht einen geringen ökologischen Fussabdruck nach sich. Aber in der Summe sind die Papierberge gewaltig. Das können Sie ändern.

Alleine im deutschen Bundesland Hessen verschicken die öffentlichen Kommunen und Verwaltungen zwischen 120 Millionen und 270 Millionen Rechnungen pro Jahr. Ganz zu schweigen von den übrigen Bundesländern, der Europäischen Union und den Firmen weltweit. Das Rechnungsaufkommen ist gewaltig. In einem weiteren Artikel dieser Serie haben wir uns dem Zeitverlust durch manuelle Bearbeitung gewidmet. In diesem Text geht es um das ökologische Potenzial der E-Rechnung.

Studie der Goethe-Universität Frankfurt

Die beiden Forscher Stanislav Kreuzer und Steffen Bernius haben dafür den CO2-Ausstoss pro Rechnung analysiert. Für eine korrekte Darstellung gilt es zuerst herauszufinden, welche Ressourcen für eine Rechnung anfallen. Wir können grob unterscheiden zwischen

  • der eigentlichen Rechnung
  • rechnungsbegleitende Dokumente (Erläuterungen und Ausführungen)
  • im Bearbeitungsprozess entstehende (Hilfs-) Dokumente
  • Ressourcen aus dem Bearbeitungsprozess

Oftmals fallen bei der Bearbeitung weitere Blätter an. Das kann etwa sein um den Rechnungseingang zu bestätigen, Platz für umfangreichere Nebenrechnungen oder Freigabeprozesse im Unternehmen. Die Forscher rechnen daher im Schnitt mit 2,5 Seiten pro Rechnung. Das ist ein durchschnittlicher Wert, der sich gut mit unseren Erfahrungen deckt. Zusätzlich muss die lange Bearbeitungszeit der Mitarbeiter und der durchschnittliche Energieverbrauch berücksichtigt werden, um ein umfassendes Bild von dem ökologischen Fussabdruck zu bekommen. Die Forscher konstatieren am Ende eine durchschnittliche Umweltbelastung von 100g CO2 für eine papierbasierte Rechnung. Das Einsparpotenzial ist enorm: Durch eine Umstellung auf eine komplett elektronisch verarbeitete Rechnung, lässt sich der Ausstoss auf nur noch 53g CO2 reduzieren. Neben dem extremen Effizienzgewinn sinkt so die Umweltbelastung um fast die Hälfte!

 Fünffacher CO2-Verbrauch durch Papier

Das Freiburger Öko-Institut kam bereits vor einigen Jahren zu noch drastischeren Werten. Eine Studie in Kooperation mit der Telekom sieht die CO2-Belastung von papierhaften Rechnung rund fünffach höher. Das Institut achtete dabei sowohl auf die Anfertigung der Rechnung als auch auf deren Versand. Dabei wurden nicht nur der Papier-, sondern auch der Energieverbrauch und die Infrastrukturkosten berücksichtigt.

Die Auswirkungen lassen sich gut an dem Beispiel des Bundeslandes Hessen vergleichen. Das Bundesland verarbeitet durchschnittlich 200 Millionen Rechnungen im Jahr. Wechseln die Behörden nun konsequent von einer manuellen Bearbeitung auf eine elektronische Schnittstelle, spart das rund 9’400 Tonnen CO2-Ausstoss im Jahr. Würden die Behörden für ihren Verbrauch eine adäquate Fläche wieder aufforsten, müssten entsprechend Ausgleichsflächen von über 680 ha oder fast 7 Quadratkilometer Wald geschaffen werden. Pro Jahr. Und um die Fläche besser zu verstehen, lässt es sich leichter in Fussballfeldern ausdrücken: Die Behörden eines einzigen Bundeslandes müssten jährlich Wald im Umfang von fast 1000 Fussballfelder aufforsten. Nur ein einziges Bundesland.

Netzwerkeffekte von E-Rechnungen

Das Problem dabei ist nicht ein Unternehmen, sondern sämtliche Firmen und Behörden. Die digitale E-Rechnung muss vom Computer verarbeitet werden. Der erfordert, anders wie wir Menschen, ein einheitliches Format. Das hat in den vergangenen Jahren das Wachstum gebremst. Damit sich die Akzeptanz der E-Rechnung allerdings erhöht, muss die Verbreitung zunehmen. Das ist ein klassischer Netzwerkeffekt. Sobald mehr Unternehmen auf eine digitale Rechnung setzen und diese verarbeiten können, werden auch mehr Teilnehmer auf E-Rechnungen setzen. Mit anderen Worten heisst das: Aller Anfang ist schwer, bis eine kritische Masse erreicht wird. Um diesen Prozess nun zu beschleunigen hat die EU kürzlich eine Richtlinie verabschiedet, demnach die Behörden der Mitgliedstaaten verbindlich auf eine digitale Rechnungslegung setzen müssen. Das heisst, wer in Zukunft mit den Behörden in Hessen (oder anderswo) ins Geschäft treten will, sollte seine Rechnungsstellung digitalisieren.  

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